Das Wunder

150 150 Matthias

Das Wunder geschah, als sich der Kultusminister von El Salvador meldete. Der Bürgerkrieg hatte dem Land bereits schwer zugesetzt und der Kultusminister sah, wie insbesondere die junge Generation litt und kaum eine Perspektive für die Zukunft hatte. Und er äußerte den Wunsch, jedem Schulkind im Land das Wort Gottes in die Hand drücken zu können.

Ohne zu zögern, versprach Bob Hoskins dies zu tun – ohne überhaupt nachzufragen, wie viele Schulkinder es in El Salvador eigentlich gab. Es handelte sich um 986.000 Kinder, die lesen konnten! Wo sollte man mal eben eine Million Bibeln her nehmen?

 

Es brauchte eine Alternative. Schließlich war es auch nicht unbedingt das Sinnvollste, jedem Kind ein dickes Buch mit über tausend Seiten in die Hand zu drücken. Und so entstand das erste Book of Hope – eine Zusammenstellung wichtiger Bibelstellen mit einem kindgerechten Design, dazu ein paar Fragen, die den Kindern halfen, sich tiefer mit dem Wort Gottes auseinanderzusetzen.

 

Örtliche Gemeinden wurden mobilisiert und durften mit offizieller Genehmigung der Regierung in die Schulen gehen, das Evangelium verkünden und jedem Kind ein eigenes Book of Hope in die Hand drücken. Die Auswirkungen waren gewaltig. Kinder und Familien begannen, das Wort Gottes zu lesen und Jesus nachzufolgen. Gemeinden wuchsen.

 

Der Bürgerkrieg beruhigte sich kurze Zeit später und die Aktion bekam internationale Aufmerksamkeit, so dass bald weitere Länder wie z.B. Brasilien ihre Schulen öffneten, um jedem Kind ein Book of Hope zu schenken. Gott schien es ernst zu meinen. Mehr und mehr Türen öffneten sich in Südamerika und Afrika und schließlich erhielt eine schwedische Hilfsorganisation 1989 die Erlaubnis, 50.000 Bibeln nach Russland zu bringen. Sie entschieden sich, das Book of Hope dafür zu gebrauchen, um die Aktion möglichst evangelistisch zu gestalten.

Kurze Zeit später saß Bob Hoskins beim russischen Religionsminister im Büro, der ihm erklärte, welche moralische Problematik der Zerfall des Kommunismus für das russische Volk und vor allem für die junge Generation darstellte. Jeder durfte nun selbst freie Entscheidungen treffen, doch weder Eltern noch Lehrer hatten eine wirkliche Basis, um den Kindern gute moralische Werte beizubringen. Das Book of Hope schien Antworten zu haben und so bat ihn die Russische Regierung, ihnen gleich 140 Millionen Books of Hope zu bringen – eins für jedes Schulkind im Land! Da es in Russland selbst keine Gemeinden gab, durften amerikanische Teams ins Land reisen und die Hefte in den Schulen verteilen. Oftmals wollten die Eltern sofort mehr erfahren, so dass die Städte selber offizielle Infoveranstaltungen organisieren mussten, bei denen die Amerikaner den Eltern das Evangelium und die Lehren Jesu erklären sollten. Heute arbeitet OneHope mit tausenden von Gemeinden und Pastoren in Russland; viele von ihnen haben das erste Mal von Jesus gehört, als damals die amerikanischen Teams in ihre Schulen kamen.

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